Die größten Miet-Irrtümer

14. Juli 2015 | Von | Kategorie: Sonstiges

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„Das war schon immer so“ – Manche Annahmen zum Thema Mietrecht halten sich hartnäckig. Müssen Hausbewohner das Geigen-Gequietsche der Nachbarin wirklich ertragen? Muss ein Vermieter spätestens den dritten vorgeschlagenen Nachmieter akzeptieren? Und ist einmal im Monat eine ausschweifende, laute Feierei tatsächlich erlaubt?

Vermieter dürfen eine Kaution und eine zusätzliche Bürgschaft verlangen

Vor Vertragsabschluss dürfen Vermieter mehrere Sicherheiten von ihrem zukünftigen Mieter verlangen. Die Mietsicherheiten dürften aber insgesamt nicht die Höhe von drei Monatsmieten übersteigen. Wer also drei Kaltmieten als Kaution bezahlt, braucht zusätzlich keinen Bürgen angeben!

Ich kann ohne Wissen des Vermieters einen Untermieter einziehen lassen

Möchte ein Mieter an einen Untermieter vermieten, darf er dies nur mit der Genehmigung des Vermieters tun. In den seltensten Fällen ist die Erlaubnis bereits im Mietvertag festgelegt. Erfolgt die Untervermietung ohne ausdrückliche Erlaubnis des Vermieters, können rechtliche Konsequenzen für den Mieter folgen.

Lautes Durchfeiern ist einmal im Monat erlaubt

Hochzeit, Geburtstag, Silvester: Das Gerücht, als Mieter dürfe man einmal pro Monat eine ganze Nacht lang zu Hause laut durchfeiern, ist falsch. Denn mit Rücksicht auf die Nachbarn ist lautstarkes Feiern nach 22 Uhr grundsätzlich verboten. Dann darf nichts mehr zu hören sein.

Bei Mängeln dürfen Mieter die ganze Miete kürzen

Weist die Wohnung Mängel auf, behalten manche Mieter die gesamte Miete ein. Bloß nicht! Die Miete ist nur insoweit gemindert, als die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung eingeschränkt ist. Die Beträge müssen dabei weder angelegt noch nachgezahlt werden, wenn die Mängel behoben wurden. Wie viel Prozent Mietminderung angemessen sind, kann ein Fachmann am besten einschätzen. Auch gilt: Kündigen Sie der Minderung der Miete stets vorher an.

Ein Mietverhältnis wird erst mit einem schriftlichen Mietvertrag wirksam

Um ein Mietverhältnis abzuschließen, ist ein schriftlicher Vertrag nicht verpflichtend. Denn ein Mietvertrag kann auch mündlich abgeschlossen werden, sofern die Vertragslaufzeit nicht länger als ein Jahr ist. Trotzdem ist ein schriftlicher Mietvertrag zu empfehlen, um Missverständnissen vorzubeugen.

Mieter und Vermieter Irrtümer

Mieter und Vermieter Irrtümer

Nachmieter nennen reicht

Will ein Mieter vorzeitig aus einem Mietverhältnis austreten, reicht es nicht, dem Vermieter der Immobilie drei mögliche Nachmieter zu nennen. Nur, wenn beide Parteien sich auf ein kürzeres Mietverhältnis einigen können, kann der Vertrag vorzeitig gelöst werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob bereits ein Nachmieter gefunden ist oder nicht.

Ich darf vom unterschriebenen Mietvertrag zurücktreten

Kaum ist der Mietvertrag für die neue Wohnung unterschrieben, kommt doch noch ein Angebot für eine schönere Wohnung ins Haus geflattert. Kein Problem, dann kündigt man den anderen Vertrag eben einfach! Ganz so einfach ist es dann leider doch nicht: Das Recht, vom neuen Mietvertrag innerhalb einer Woche zurückzutreten, gibt es nicht. Es bleibt nur die Möglichkeit, den Vertrag wieder fristgerecht zu kündigen oder sich mit dem Vermieter gemeinsam auf eine Vertragsauflösung zu einigen.

Mieter: „Ich muss beim Auszug meine Einbauten nicht entfernen. Sie haben sie doch genehmigt.“

Auch wenn Sie, als Vermieter, die Einbauten genehmigt haben, muss der Mieter sie beim Auszug wieder abbauen. Ein Sonderfall liegt dann vor, wenn durch Einbauten die Wohnung erst bewohnbar gemacht wurde, zum Beispiel wenn für einen Elektroherd ein Starkstromanschluss installiert wurde.

Nebenkosten vorab schon beim Auszug abrechnen

Wird ein bestehendes Mietverhältnis aufgelöst, möchten einige Mieter schon direkt beim Auszug die Abrechnung ihrer Nebenkosten erhalten. Der Vermieter ist rechtlich jedoch nicht verpflichtet, eine solche Zwischenabrechnung zu tätigen. Der ehemalige Mieter muss also bis zum jährlichen Abrechnungsdatum warten.

Vermieter oder Hausverwaltung müssen immer einen Zweitschlüssel haben

Ohne Wissen des Mieters oder gegen dessen Willen darf niemand einen Schlüssel für die gemietete Wohnung haben. Es ist ausreichend, wenn bekannt ist, wo ein Zweitschlüssel hinterlegt ist. Betritt der Vermieter ohne Vorankündigung oder ohne Erlaubnis des Mieters die Wohnung, gilt dies als Hausfriedensbruch und kann strafrechtlich verfolgt werden.

Werden die Betriebskosten auf die Anzahl der Mieter verteilt, zählen Babys nicht mit

Für die Verteilung der kalten Betriebskosten ist das Alter der Personen irrelevant. Die Kopfanzahl pro Wohnung ist ausschlaggebend, wodurch auch Babys und Kleinkinder in der Berechnung berücksichtigt werden.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/mietrecht-feiern-bis-der-vermieter-kommt/11398364.html

http://www.mopo.de/living/mieten—wohnen-die-zehn-groessten-miet-irrtuemer,5066772,20558088.html

http://www.experto.de/verbraucher/immobilien/die-8-groessten-mietirrtuemer-und-wie-es-wirklich-ist.html

http://www.bild.de/ratgeber/job-karriere/mieterrecht/die-25-groessten-mietirrtuemer-10101484.bild.html

http://www.immobilienscout24.de/umzug/mietrecht/mietirrtuemer.html

http://www.focus.de/immobilien/mieten/tid-9826/mieten-die-groessten-irrtuemer-im-mietrecht_aid_298211.html

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